Blogbeitrag

01 | 01 | 2010

Private e-Mail Adresse vor Spam schützen

Geschrieben von um 23:59 Uhr

Über 90% der versendeten e-Mails sind Spam-Mails. Klar, das jeder seine e-Mail Adresse bestmöglich davor schützen möchte.

Wichtig ist es, zuerst mal herauszufinden, woher die ganzen Spam-Versender die eigene e-Mail-Adresse erhalten haben, um so zu schauen, wo Sie Ihre (echte) elektronische Postfach-Adresse tunlichst nicht angeben sollten und so langfristig Spam-Nachrichten vermeiden.

  1. Gewinnspielteilnahme

    Wer träumt nicht von einem neuen Auto, einem Gratis-Urlaub oder versprochenen Gewinnen für den ausgewählten Gewinner  aus 1 Million.
    Häufig übersehen werden die AGBs dieser Gewinnspielveranstalter, diese enthalten im Abschnitt “Datenschutz” i.d.R. mindestens 5-10 verschiedene Anbieter, die Sie nach Teilnahme des Gewinnspiels regelmäßig mit “Spam” (tollen Angeboten) zumüllen dürfen. Auf Ihre Erlaubnis natürlich. Bei Angabe der eigenen Anschrift teilweise auch per Post (z.B. Versand von Katalogen).
    Teilweise werden angegebene Daten auch an Unterpartner weitergegeben (wenn es in den AGBs / Teilnahmebedingungen der Gewinnspielveranstalter drin steht).
    Sie können die Erlaubnis der Nutzung Ihrer persönlicher Daten widerrufen. (Formular zum Download verfügbar, siehe weiter unten)

  2. Internetseiten, die mit dem Label “kostenlos” werben.

    Auch Websites bei denen Sie, wenn Sie Ihren Namen + eMail-Adresse angeben, weitere Informationen erhalten können, versenden gerne regelmäßig Nachrichten an Sie. Besonders wenn dieser Homepagebetreiber letztendlich ein eigenes Produkt verkaufen möchte, will dieser öfter mal Motivationsarbeit leisten, damit Sie z.B. sein Vollpreisprodukt kaufen. Die vorab kostenlosen Informationen stellen dabei auch ein Lockmittel dar.

    Das könnten z.B. diverse Pornoseiten sein, deren Nutzung eine kostenlose Registrierung vorraussetzt. Viele Seitenbetreiber solcher Seiten sitzen im Ausland und die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, das eine bei Registrierung angegebene E-Mail Adresse in Zukunft in einer Spam-Verteiler-Liste auftaucht.

    Seriöse Anbieter bieten ein Formular zum Austragen aus der Verteilerliste an. Seien Sie vorsichtig. Erhalten Sie e-Mails von einem Unternehmen, bei welchem Sie noch nie Ihre e-Mail Adresse angegeben haben und erhalten die Forderung, sich über einen Link aus dem Verteiler auszutragen, wenn Sie keine weiteren e-Mails wünschen, könnte dies ein Trick sein, um herauszufinden, ob die e-Mail für weiteren Spam-Versand in Frage kommt.
    Klicken Sie aus diesem Grund keine Links in Spam-Mails an!

  3. Newsletterversand

    Kaufen Sie etwas bei eBay, dürfen die Verkäufer Ihnen nach einem Einkauf Newsletter zusenden. Sie können diese Einverständniserklärung jederzeit gegenüber dem Verkäufer widerrufen. Erlaubt ist ein Newsletterversand, wenn Sie etwas von einem Händler gekauft haben, auch ohne explizite Einverständniserklärung Ihrerseits.
    Möchten Sie von einem Verkäufer keine Newsletter empfangen, teilen Sie es diesem am besten gleich bei Kauf mit. z.B. im Bemerkungsfeld bei eBay.

  4. Forum-Signaturen

    Melden Sie sich in einem Forum an, gibt es einige, bei denen Ihre e-Mail Adresse im eigenen Profil angezeigt wird. Dies kann in den Profileinstellungen im jeweiligen Forum i.d.R. deaktiviert werden, bzw. ist schon standardgemäß deaktiviert. Geben Sie Ihre e-Mail Adresse nie direkt in einem Forumsbeitrag an, wo Sie von jedem gelesen werden kann.

Ein gutes Formular, das Sie z.B. einem Unternehmen, das Ihnen regelmäßig unerwünschte Werbung zusendet, schicken können (per Post / Fax / e-Mail), können Sie hier kostenlos als pdf-Dokument herunterladen (Adobe Reader wird benötigt).

Es besagt im kurzen, das Sie der Nutzung sämtlicher persönlichen Daten (z.B. Name, Adresse, Kontonummern) widersprechen, diese gesperrt und nicht weiter verwendet werden dürfen (Unternehmen sind nicht verpflichtet, die Daten zu löschen), und das, falls Ihre Daten auch an Dritte (z.B. andere Unternehmen) weitergeleitet wurden, diese ebenfalls gesperrt werden müssen.
Des weiteren fordern Sie, das die Quelle, woher ein Unternehmen Ihre Daten bekommen hat, offengelegt wird.
Zuletzt setzen Sie für die Erfüllung dieser Forderung eine Frist von 14 Tagen.

Ein kleiner Auszug an Spam-Mails, die mich jeden Tag erreichen.

Richtig störend sind Spam-Mails dieser Art nicht. Solche Spam-Mails, die für alle möglichen Dingen werben, werden bei mir von Yahoo zu fast 100% vorab in den Spam-Ordner verschoben. Nach 1 Monat werden die Müll-Mails automatisch gelöscht. Andere e-Mail Provider (z.B. GoogleMail) handhaben dies ähnlich.

Es lohnt sich nicht, solche Nachrichten manuell zu filtern. Die angegebene e-Mail Adresse im Absender existiert meistens nicht. Sie wird automatisch erstellt. Einzig die IP-Adresse des Absenders ist fälschungssicher. Jetzt einzelne IPs zu sperren, macht auch keinen Sinn, da es z.B. Spam-Könige gibt, die mit Hilfe von virenverseuchten PCs (mit sog. Bot-Netze, das können zehntausende oder mehr verseuchte PCs sein) ihre Spam-Botschaften verschicken. (Die Inhaber verseuchter PCs merken bzw. wissen von diesen Aktivitäten nichts).

Wegwerf-E-Mail-Adressen beim Freemail-Provider Yahoo Deutschland

Es lassen sich beliebig viele “Wegwerf-E-Mail-Adressen” erstellen. Das hebt Yahoo von anderen Anbietern ab, kein anderer kostenloser Mail-Provider bietet dieses Management. Nur Yahoo.de übrigens, das englischsprachige Yahoo bietet sie nicht.

So funktionierts:

  1. Spezielle Anfangskombination aller zukünftigen Wegwerf-Mail-Adressen wählen
    z.B. “hubermailt” <= dieses ist der erste Teil aller Wegwerf-Adressen, die Sie zukünftig erstellen werden
  2. Endkombination wählen
    z.B.  ”ebay” <= zweiter Teil der Wegwerf-Mail
  3. die Wegwerfmail-Adresse lautet dann: “hubertmailt-ebay@yahoo.com”; Anfangs- u. Endkombination werden miteinander verbunden und enden mit “@yahoo.com”.
    anderes Beispiel: Endkombination “spamversand”
    die Wegwerfmail-Adresse würde lauten: “hubertmailt-spamversand@yahoo.com”

Das nützliche an Yahoo-Wegwerf-Adressen ist, das Sie nicht nur e-Mails unter dieser Adresse empfangen, sondern auch senden können. Auch lassen sich E-Mails, die an eine bestimmte Wegwerf-Adresse gemailt wurden, in einem selbst gewählten (erstellbaren) Unterordner empfangen.

Damit können z.B. e-Mails die an hubermailt-ebay@yahoo.com gesendet wurden, automatisch im Ordner “eBay” landen. Dieses System ist eine gute Möglichkeit, seine e-Mails automatisch vorzusortieren.

Noch ein Vorteil: Geben Sie eine Wegwerf-Adresse immer nur bei einem Betreiber an. Sie können so z.B. einen Newsletter abonnieren, der immer im Ordner “Newsletter [Betreibername]” erscheint. Gibt der Newsletter-Versender Ihre e-Mail Adresse weiter (verkauft Sie z.B. an Spam-Versender), wissen Sie für sich selbst, wer dafür verantwortlich ist.

Sie löschen dann einfach diese Mail-Adresse, erledigt. Sie nerven die ständigen Newsletter von einem Versender. Adresse löschen, fertig. Seriöse Versender (z.B. Newsletter von Firmen/Versandhäusern) bieten die Möglichkeit, Ihre e-Mail Adresse aus dem Verteiler zu löschen. Ob Sie die Option nutzen, ist im Falle der Nutzung einer Wegwerfadresse egal.

——————————————–

Brauchen Sie nur einmalig eine E-Mail Adresse auf einer Webseite anzugeben, um z.B. kostenlos weitere Informationen zu einem Produkt zu erhalten, lohnt sich der Aufwand nicht, extra eine Yahoo-Wegwerf-Adresse anzulegen.

Die Dienste von Spoof-Mail zu nutzen.

Spoof-Mail ist kostenlos und bietet jedem die Möglichkeit, schnell unter einer beliebig wählbaren e-Mail Adresse des Anbieters, e-Mails zu empfangen. Entweder mit der Domain “@spoofmail.de” oder “@fivemail.de”. (z.B. wissenswert@fivemail.de, 832qr0e9fu@spoofmail.de)

So funktioniert der e-Mail Empfang mit Spoof-Mail

1.
Bei Login (oben rechts) geben Sie z.B. “wissenswert” ein und klicken auf den grünen Button “Postfach öffnen”. Nun sehen Sie wieder oben rechts die e-Mail Adresse (wissenswert@fivemail.de), unter der Sie jetzt eingegangene e-Mails abrufen (empfangen) können.

2.
Geben Sie diese e-Mail Adresse jetzt auf einer anderen Homepage an. In dem meisten Fällen erhalten Sie einen Aktivierungslink an die angegebene Mail-Adresse, um sicherzustellen, ob die e-Mail-Adresse stimmt.

3.
Damit unter Spoofmail neue eingegangene E-Mails angezeigt werden, klicken Sie oben auf “Postfach”. Sie können auch im Browser “Seite aktualisieren” wählen und im anschließend erscheinenden Popup-Fenster mit dem Text “Formular nochmal absenden” mit “Senden” bestätigen.

4.
Empfangene e-Mails können Sie nach Lesen löschen, damit kein anderer sie lesen kann (z.B. wenn ein Forum-Passwort empfangen wurde). Alle eingegangenen e-Mails werden von Spoof-Mail nach 24 Std. gelöscht.

Zum Schluss

Haben Sie eine Mail-Adresse nach dem Prinzip [Vorname].[Nachname]@Mail-Provider.tld wundern Sie sich nicht, wenn Sie in empfangenen Spam-Nachrichten gleich mit vollständigem Namen angesprochen werden. (Da wirkt eine Spam-Mail gleich viel seriöser.)

Die Spamfilter leisten gute Arbeit. Mit der Zeit lernt das Spam-Erkennungs-Programm dazu und sortiert e-Mails noch effektiver als “Spam” oder “kein Spam”. Trotzdem, versuchen Sie es wo immer möglich zu vermeiden, Ihre echte (vielleicht noch nicht spam-heimgesuchte) e-Mail Adresse anzugeben. Gute Möglichkeiten hierfür habe ich oben aufgezählt.

Antworten Sie nie auf Spam-Nachrichten. Solche Nachrichten als Spam markieren (z.B. mit dem “Spam”-Button bei YahooMail, “Spam melden”-Button bei GMail), damit sich die Erkennungsrate Ihrer zukünftig eintreffenden Spam-Mails verbessert. Dies ist die einfachste und beste Möglichkeit, mit Spam umzugehen.


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